Norwegen 2005

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Die Fahrradtour

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Fazit

   Fazit

Diese Seite sollte eine kleine Liebeserklärung an Norwegen sein. Ich hoffe, die Bilder haben ihr Ziel erreicht. Falls ich irgendwo Fehler gemacht habe, oder sonst Kommunikationsbedarf besteht: Einfach mal eine Mail schreiben.

Abschließend nur noch dies:

Tagebuch, 30.9.2005 12:30

Der letzte Tag in Norwegen, Zeit zu resümieren. Der Urlaub war ein doch relativ teures Vergnügen, gute 1000 Euro werdens wohl gewesen sein.

Aber er wars wert. Werde vermutlich nie wieder so streßfrei über 3 Wochen durch die Gegend radeln können. Behalten werde ich landschaftlich unglaublich wunderschöne Eindrücke, die sich auf Fotos nur sehr abgeschwächt speichern lassen. Dann das Gefühl der Freiheit, die positive Einsamkeit, das man meint, diese Landschaft gehöre einem ganz allein. All das führte vor allem zum Anfang zu einem unglaublichen Gefühl des Glücks. Und nicht nur kurzzeitig, wie nach einer schweren bestandenen Prüfung, sondern lang anhaltend, so stark und mir bisher so unbekannt, daß man heulen könnte.

Auch behalte ich aus diesem Urlaub, daß ich alle Situationen gemeistert habe. Tagelanger Regen, ein mittlerweile fast unbrauchbares Zelt, gebrochene Schrauben und Speichen, sowie Schmerzen in Knie, Rücken und Hintern haben mich ebensowenig aufhalten können wie Gegenwind und starke Steigungen. (Letztere waren deutlich angenehmer, da mit "Belohnung" verbunden). Das erfolgreiche Bezwingen des inneren Schweinehundes bleibt also ebenfalls gespeichert. Die Gewichtung ist aber anhand der anderen Erfahrungen deutlich geringer ausgefallen als am Anfang des Urlaubs erwartet.

Was eigentlich fehlte waren Mücken, doch man kann ja nicht alles haben :) Dafür habe ich in eisig kaltem Wasser gebadet, Regenstürme bei 0 auf knapp 1000 Metern Höhe auf dem Peer Gynt überstanden und sogar die Harakiri-Autofahrer überlebt. 

Vieles werde ich vermissen, worauf ich mich am meisten freue sind wohlriechende Kleidung, trockene Schuhe, den Tag an einem echten Tisch sitzend mit einem ordentlichen Frühstück zu beginnen. Natürlich freue ich mich auf Familie samt Hund, wohlwissend, daß der "verlorene Sohn" nun ein paar Tage verwöhnt wird.

überraschend wenig hat mich das Fehlen von TV und PC gestört. Interessanterweise habe ich durch diesen "Mangel" erst erkannt, mit was für Käseblättern wir im Ausland vertreten sind. Das in der "Bild" nur Mist steht, war nun keine überraschung, doch auch der stern und die FAZ waren erschreckend schlecht. Grausig, aber ich will mein Resümee sicherlich weder mit Literaturkritik, noch mit der Kommentierung der machtbesessenen Politikspielchen unserer Nation beenden (auch wenns mir unter den Nägeln brennt). Viel wichtiger ist die Erkenntnis, daß dies ein einmaliger Urlaub war, der im richtigen Abschnitt meines Lebens stattfand. Ich sehe die Zukunft positiv, aber mit vermutlich wenig Zeit verbunden und deshalb war dieser Zeitpunkt genau der Richtige. Ich kann mir von nun an nicht mehr vorstellen, Wochen vor TV oder PC zu verbringen. Welche Verschwendung von Zeit! Es mag vielleicht etwas zu pathetisch klingen, aber dieser Urlaub hat mir (positiv) verändert.